Das mit den Trinkwasserflaschen war wohl nichts. Cola, Bier usw. alles war da, aber Trinkwasser in Flaschen gab´s nicht. Wir verließen dann Mornington um auf der Gibb River Road weiter zu fahren. Nach 60 km kam dann das Roadhouse Illinyi. Dort gibt es nur Diesel und ein kleiner Store. Wir decken uns dann mit Wasser und Sandwiches ein. Die waren richtig lecker.
Nach dieser kurzen Pause ging es weiter zum Windjana Gorge. Eine der schönsten Schluchten in den Kimberleys. Wir wollten gerade in den Nationalpark hineinfahren, da trafen wir zwei Deutsche. Diese erzählten uns, dass man den Tunnel Creek gesehen haben muss. Ok. Das wären nochmals 30 km einfach. Können wir machen. Die Strasse dorthin ist eine Touristroute. Ich sag euch. So was schlechtes hatten wir bisher nicht. Als wir dort ankamen, machten wir uns erst kundig was für Schuhbekleidung wir für den Tunnel benötigten. Auf dem Schild stand: wear shoes. Ok. Bernd in Turnschuhe und ich in Flip Flops. Im nachhinein betrachtet war keines von beiden das Richtige. Wir mit einer Taschenlampe und Kamera bewaffnet ab in den Tunnel. Der Weg zum Tunnel hatte es bereits in sich. Hohe Felsen mussten wir erst überwinden. Durch knietiefes Wasser mussten wir erst waten bis wir zum Eingang des Tunnels kamen. Es war stock dunkel. Kein Wegweiser in welche Richtung wir gehen sollten. Eine Australierin kam uns dann entgegen und erzählte etwas von Freshies (Krokos) usw. Leider haben wir nicht viel verstanden. Nach ca. 200 m hatten wir dann endlich wieder tageslicht. Weiter gingen wir nicht. Also kehrten wir um. Aus dem Tunnel erst mal wieder durch knietiefes Wasser und dann die hohen Felsen hoch. Dann begann das Drama. Ich Flip Flop, nass. Bernd Turnschuhe, ebenfalls nass. Ergebnis: Rutschige Schuhe.
Das Ergebnis von der Tour: Bernd hat ein halb kaputtes linkes Knie und einen riesigen blauen Fleck am rechten Knie. Er ist beim besteigen eines Felsens ausgerutscht und hat Bekanntschaft mit dem Nachbarfelsen gemacht. Gott seid dank ist alles sonst heil. Das Knie erholt sich auch bald wieder. Aber ein Schock für die ganze Reise.
Hatten dann die Schnauze voll und sind direkt zum Windjana Gorge gefahren. Haben uns kurz die Schlucht angeschaut und ab auf den Campingplatz Wunden pflegen. Im Outback heisst das: Sollte jemand eine Kühlakku benötigen und keinen zur Hand haben, nehme man eine nasse Socke (wenn möglich frisch) und lege es in den Kühlschrank. Nach ca. 1 Std. hat man ein super kühlendes Etwas. Ganz ehrlich. Bernds Idee. Damals beim Krieg gegen die Franzosen 1870/1871 (den wir auch gewonnen haben) wurde ihm wohl so was beigebracht J .
Es ist wohl überflüssig zu sagen, dass es auch am Windjana Gorge viele Krokodile gab.


